Mit Hightech auf den Spuren der Kelten
Sonderausstellung im Keltenmuseum Hochdorf/Enz
19. September 2010 bis 31. Mai 2011
In Kooperation mit dem Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart
Unsichtbares sichtbar machen, verborgene Spuren vorgeschichtlicher Zeiten
aufspüren, ohne dabei den Spaten anzusetzen, Grabungsergebnisse naturgetreu
für die Zukunft aufbewahren – was von jeher Wunschvorstellung der Archäologie
war, beginnt modernste Technik heutzutage in die Wirklichkeit umzusetzen.
Gemeinsam mit dem Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium
Stuttgart präsentiert das Keltenmuseum Hochdorf/Enz in der Sonderausstellung,
„Mit Hightech auf den Spuren der Kelten“ einen faszinierenden Einblick in die
neuartigen Möglichkeiten der Archäologie. Anhand verschiedenster Medien, z. B. Computeranimation und dreidimensionaler Darstellung, sollen die
hochmodernen Technologien vorgestellt werden.
Rückblick
Ein Rückblick auf 150 Jahre Feldforschung zeigt, welche Pionierleistungen zur modernen archäologischen Feldforschung unserer Tage führten.
Luftbildarchäologie
Im 20. Jahrhundert trat die Luftbildarchäologie an die Seite der traditionellen archäologischen Forschung. Mit immer feineren Methoden gelingt es seither, Geländedenkmale aufgrund unterschiedlichster Bodengegebenheiten und Bewuchsmerkmale aus der Luft zu erkennen und zu dokumentieren.
Laserscanning aus der Luft
Heute wird die Luftbildarchäologie durch Laserscanning ergänzt und weitergeführt.
Vom Flugzeug aus können ganze Landschaften mit Laserstrahlen abgetastet werden. Aus den Daten entstehen digitale Bilder des Geländereliefs. Wald, der den Blick auf
den Boden verdeckt, kann man auf dem Bildschirm „weggerechnen“. Mit dem Laser-Blick durch das Blätterdach erschließen sich beeindruckende Geländedarstellungen, die eine neue Sicht auf Bodendenkmale erlauben.
Geophysik
Geophysikalische Untersuchungen am Boden gewähren schließlich den Blick unter
die Erdoberfläche. In den kartierten Messungen von Bodenradar, Elektrik oder Magnetik, die wie futuristische Graphiken anmuten, lassen sich verborgene archäologische Strukturen identifizieren.
Digitale Grabungsdokumentation
Auch in der Grabungstechnik selbst hat Hightech Einzug gehalten. Mit modernsten Geräten, wie Tachymeter oder Laserscanner, werden die Ausgrabungsbefunde digital erfasst und dreidimensional vermessen. Auf dieser Basis sind sensationelle Rekonstruktionen am Computer möglich.
Begleitheft
Zur Ausstellung erscheint das Begleitheft „Mit Hightech auf den Spuren
der Kelten“, Herausgegeben von Jörg Bofinger und Matthias Merkl, mit Beiträgen
von Otto Braasch, Jörg Bofinger, David Bibby, Matthias Merkl, Ralf Hesse,
Martin Schaich und Harald von der Osten.
Archäologische Informationen aus Baden-Württemberg Heft 58 / Schriftenreihe
des Keltenmuseums Hochdorf 8

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