Einladung zur Mitgliederversammlung 2012
Werte Vereinsmitglieder, sehr geehrte Damen und Herren,
am Montag den 6. Februar 2012 findet um 19.30 Uhr die Mitgliederversammlung des Fördervereins Keltenmuseum Hochdorf/Enz im Feuerwehrhaus Hochdorf/ Enz gegenüber
der Schillerschule statt.
Im Namen des Vorstandes sind Sie dazu recht herzlich eingeladen.
Das Keltenjahr 2012
im Keltenmuseum Hochdorf/Enz
Ganzjährig: Abendführung durch das Museum
An jedem 5. des Monats, 19.30 bis 20.30 Uhr
Eintritt und Führung € 5.- pro Person, Anmeldung unter 07042/78911 erforderlich
8. Oktober 2011 – 11. März 2012
Sonderausstellung: „Erde und Licht - Subjektive Begegnungen mit Keltenfunden“.
Die Fotografin Rose Hajdu zu Gast im Keltenmuseum.
Vortragsreihe, „Die Welt der Kelten“ 21. Zyklus.
Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Archäologie
in Württemberg und Hohenzollern.
Veranstaltungsort Gemeindehalle Hochdorf, Beginn jeweils 19.30 Uhr,
Eintritt € 4.-, ermäßigt € 3.-
Feitag, 2. März 2012
Kelten am Bodensee und im Hegau –Spuren einer faszinierenden Kultur
Dr. Jürgen Hald,
Kreisarchäologie Landratsamt Konstanz
Der fundreiche Hegau am Bodensee ist nicht nur durch seine Pfahlbaufunde der
Jungstein- und Bronzezeit am Seeufer bekannt. Hunderte von Grabhügeln und
großflächigen Siedlungen aus der Zeit der Kelten im ersten vorchristlichen
Jahrtausend zeugen von einer hoch entwickelten eisenzeitlichen Kultur im
Herzen Europas. In einem kurzweiligen Vortrag berichtet der Konstanzer
Kreisarchäologe Dr. Jürgen Hald über den Forschungsstand und die jüngsten Ausgrabungsergebnisse, die spannende Aspekte zu den keltischen Bestattungssitten
und zum eisenzeitlichen Siedlungswesen im südlichen Baden-Württemberg
ergeben haben.
Dienstag, 13. März 2012
Keltische Höhensiedlungen im Nordschwarzwald
Dr. Günther Wieland,
Regierungspräsidium Karlsruhe, Archäologische Denkmalpflege
Wenn von den frühen Kelten in Südwestdeutschland die Rede ist, denkt man nicht
gerade an den Nordschwarzwald. Doch liegen hier bei Nagold, Calw, Neuenbürg und
Baden-Baden befestigte Höhensiedlungen der Späthallstatt- und Frühlatènezeit,
deren Erforschung noch weitgehend am Anfang steht. Was hat die Kelten dazu bewogen,
vor über 2500 Jahren in das landwirtschaftlich unergiebige Buntsandsteingebiet vorzustoßen? Ein wesentlicher Anreiz war sicher die Nutzung natürlicher Ressourcen (Erze, Holz) des Schwarzwaldes. So diente die Höhensiedlung auf dem Neuenbürger Schlossberg sicher als Organisationszentrum für die dortige Eisenproduktion. Andere Siedlungen, wie der Battert bei Baden-Baden oder der Schlossberg von Nagold, hatten aber auch Funktionen im Rahmen der Kontrolle von Fernverkehrswegen und Handelsrouten
am West- und Ostrand des Schwarzwaldes.
Dienstag, 27. März 2012
„Widderkopfmännchen“ und „Mauerlängsbinder“ - Neue Erkenntnisse
zum keltischen Oppidum auf dem Donnersberg (Nordpfalz)
Dr. Andrea Zeeb-Lanz,
Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz,
Direktion Landesarchäologie, Außenstelle Speyer
Das keltische Oppidum auf dem Donnersberg, mit 240 ha Innenfläche und 8,5 km Stadtmauern eine der größten spätkeltischen „protourbanen“ Anlagen nördlich der
Alpen, lag bis zum Jahr 2004 fast ein Dritteljahrhundert im „archäologischen Dornröschenschlaf“. Grabungskampagnen von 1973 bis 1984 hatten wohl viel Interessantes erbracht, es wurde aber leider nur in wenigen kurzen Vorberichten publiziert. Seit 2004 initiierte die Referentin insgesamt 5 Grabungskampagnen, die völlig neue Erkenntnisse zu den veröffentlichten Ergebnissen der Altgrabungen, aber auch zu bisher nicht untersuchten Objekten wie der im Sommer 2011 ergrabenen Südost-Toranlage erbracht haben. Darüber hinaus stammt aus gezielten Begehungen der letzten Jahre eine Reihe interessanter Neufunde, deren spektakulärster ein figürlich verzierter Trinkhorn-Endbeschlag ist. Anhand umfänglichen Bildmaterials schlägt die Referentin einen Bogen von den Altgrabungen bis zu den Erkenntnissen der jüngsten Untersuchungen und unternimmt den Versuch, ein Bild der großen keltischen Stadt auf dem Donnersberg
zu zeichnen.
Dienstag, 17. April 2012
Zur Archäologie der Kelten am Mittel- und Niederrhein
Prof. Hans-Eckart Joachim, Bonn
Das Rheinland liegt zur Zeit der Kelten zwar im nordwestlichen Randbereich
dieser Kultur, zählt aber aufgrund von ca. 2700 bislang nachgewiesenen mittelrheinischen Gräbern zu den am besten erforschten Regionen vom 6. bis 1. Jahrhundert v. Chr.
Während die Siedlungen in dieser Zeitspanne im Rhein-Mosel-Lahngebiet noch nicht
gut erforscht sind, konnten in den letzten Jahrzehnten am südlichen Niederrhein
wesentliche Erkenntnisse zur Siedlungsstruktur der keltischen Periode gewonnen werden.
Mai bis August 2012
Sommerprogramm
Über unser umfangreiches Programm mit Vorführungen, Kursen und
Mitmachaktionen an den Wochenenden von Mai bis August informieren
wir Sie ab Januar 2012
20. Mai 2012
„Keltischer Sonntag“
Keltisches Leben mit Handwerksvorführungen im Freibereich des Museums
und Bewirtung. Veranstaltung zum Internationalen Museumstag 2012, , 11.00 bis 18.00 Uhr. Bewirtung: Förderverein Keltenmuseum Hochdorf/Enz e.V.
7. bis 12. August
Kinderferienprogramm mit Werkstatt:
Verschiedene Themennachmittage für Kinder von 8 – 12 Jahren.
Jeweils 14.00 bis 17.00 Uhr. Teilnahme pro Kind € 12.- (darin enthalten sind bereits
Eintritt und Materialkosten.) Die Anmeldung muss spätestens zwei Tage vor der Aktion
beim Keltenmuseum erfolgen: Tel. 07042/78911 oder unter keltenmuseum@t-online.de.
Die Mindestteilnehmerzahl beträgt 6 Kinder, die Höchstteilnehmerzahl 12 Kinder.
Essen und Getränke für die Pause sind selbst mitzubringen.
Dienstag, 7.08.2012:
Woher weiß man das? Die Archäologin erklärt (Armband).
Mittwoch, 8.08.2012:
Des Fürsten neue Kleider - Kleidung bei den Kelten (Brettchenweben).
Donnerstag, 9.08.2012:
Das Gold des Fürsten – Keltischer Schmuck (Punzieren).
Freitag, 10.08.2012:
Mit Sorgfalt gemacht – Keltisches Handwerk (Lederbeutel).
Samstag, 11.08.2012:
Fürsten & Bauern – Kelten rund um Hochdorf (Fibel).
Sonntag, 12.08.2012:
Wildschweinbraten und Haferschleim – Ernährung in keltischer Zeit (Bemalter Teller).


Foto: Arduina
Winterhalbjahr 2012/2013
Sonderausstellung: „Zeitgenossen des Keltenfürsten“



Die Fotografin Rose Hajdu
Vita
Rose Hajdu, geboren 1956 in Stuttgart
Nach Abitur (1975), Ausbildung in Werbe- und Architekturfotografie (u.a. bei Gottfried Planck)
1978 – 81 Amtsfotografin des Landesdenkmalamts Baden-Württemberg, Stuttgart.
Nach diversen Auslandsaufenthalten in Europa, Nordafrika und Südamerika seit 1985 freie Fotografin mit den Schwerpunkten Architekturfotografie, Denkmalpflege, Archäologie, Kunst
Fotoserie
Entstehungszeitraum: 2007 bis 2011
Künstlerische Motivation
Nachdem die Fotografin zuvor archäologische Funde und Fundplätze sachlich nüchtern
und wissenschaftlich korrekt fotografiert hat, wagt sie seit 2007 von Zeit zu Zeit einen neuen, subjektiven Blick auf das Thema.
Die Archäologen holen die keltischen Funde aus der Erde. Die Fotografin trägt die Objekte aus ihrem musealen Umfeld mit seinem Kunst-Licht wieder hinaus ins Freie, zurück zur
Erde und legt sie ins Sonnen-Licht.
Dann geht sie weiter und bringt die Fundstücke in Verbindung mit Formen und Farben und Werken der Natur und sieht auch die keltischen Grabhügel eingebettet in das Spiel von
Licht und Natur und Landschaft und Mensch.
So entstehen innere Dialoge zwischen der „sehenden“ Fotografin, den einstigen keltischen Nutzern und Handwerkern, den forschenden Archäologen und führen zu assoziativen Begegnungen zwischen archäologischer, keltischer, naturgeschaffener und fotografischer Kunst.
Der Betrachter wird mit seinem Sehen und Empfinden eingeladen zum Weiterentwickeln dieses inneren Dialogs.
www.rosehajdu.de
213 Kinderfragen werden zu einem ungewöhnlichen Keltenbuch!
Keltoi - Mit Fionn auf Spurensuche
Junge Forscher im Keltenmuseum Hochdorf/Enz

Foto: Küppers VKZ
Ein Museumsbesuch wird spannend, wenn man selbst an der Forschung teilnehmen kann. Deshalb startete das Keltenmuseum Hochdorf/Enz vor einigen Jahren die Aktion „Kinder fragen Kelten“, bei der die jungen Besucher ihre Fragen aufschreiben durften. Hunderte von Kinderfragen kamen so zusammen, frech, ungewöhnlich und oft so spitzfindig, dass sie die Museumsleiterin, Simone Stork, vor echte Herausforderungen stellten.
Aus dieser Aktion ist nun ein Buch ganz besonderer Art geworden: „KELTOI – Mit Fionn auf Spurensuche“. Die Neugier der Kinder gab die Richtung vor und so führen im Buch 213 Fragen und Antworten kreuz und quer durch die bunte Welt der Kelten, ihre Geschichte und ihren Alltag.
Die farbenfrohen Illustrationen von Diplomgraphikerin Franziska Mattlinger veranschaulichen die Texte. Auf ihrem Zeichentisch entstand auch Fionn, der neugierige Keltenjunge, der sich immer einschaltet, wenn es etwas zu erklären gibt, das Keltenkinder in ihrem Alltag erlebt haben.
Ein Buch zum Schmökern, zum Staunen und Lachen und sogar eins, das hilfreich zur Seite steht, wenn man Kelteninfos für die Schule braucht.
Erhältlich ist das 152 Seiten dicke Werk unter anderem im Keltenmuseum
Hochdorf/Enz, über www.keltenmuseum.de und im Landratsamt Ludwigsburg.
Es kostet 12,50 Euro und kann auch direkt hier bestellt werden.
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